Wie schon der Name deutlich macht, werden bei der Koreanischen Handakupunktur die Akupunkturtechniken an der Hand angewendet.

 

Sämtliche Akupunkturpunkte des Körpers sowie alle Meridiane und Organe projizieren sich ausschließlich im Bereich beider Hände.

Die Auswahl der Akupunktur erfolgt nach den gleichen Grundsätzen wie bei der Körperakupunktur. Eine weitere Möglichkeit ist die Punktwahl nach der Organ- bzw. Regionalprojektion.

Beispiel Augenschmerzen: Projektion der Augen in die Hand, also Mittelfingerendglied volar. Für die inneren Organe verwendet man Alarmpunkte der Koreanischen Handakupunktur.

Diese Zusammenhänge wurden von dem koreanischen Akupunkteur Dr. Yoo, Tae Woo zusammengefasst und finden mittlerweile in der nach ihm benannten Methode in vielen Ländern Anwendung.

Zunächst handelt es sich bei der Koreanischen Handakupunktur um eine Reflextherapie, wie sie sich bei allen Akupunkturbehandlungsformen, z. B. der traditionellen Körperakupunktur, der Schädelakupunktur nach Dr. Yamamoto und der Ohrakupunktur nach Dr. Nogier darstellt.

Worin liegen nun die Besonderheiten der Koreanischen Handakupunktur  im Vergleich zur traditionellen Körperakupunktur?

 

1. Die Handakupunktur ist ohne besondere Vorbereitungen durchführbar, weil die Hände für den behandelnden Therapeuten leicht zugänglich sind.

 

2. Die Wirkung der Akupunktur ist stark und setzt schnell ein. Es treten kaum Nebenwirkungen auf.

 

3. Die Koreanische Handakupunktur ist gefahrlos, weil es nicht zu direkten Organverletzungen durch Akupunkturnadeln kommen kann. Sie ist daher auch für Anfänger eine besonders gut geeignete Therapietechnik.

 

4.  Die Handakupunktur ist nicht nur eine Lokaltherapie, sondern eine gesamtheitliche Regulationsthrapie der Organe, weil man davon ausgeht, dass sich alle Meridiane oder ihre korrespondierenden Partner in die Hand projizieren.

 

Konkret gibt es in der koreanischen Handakupunktur drei Therapieformen:

-     die Korrespondetherapie

-     die Basistherapie zur Regulation der Körperfunktionen und

-     die Organtherapie